Balkongespräche - Wer kommt auf meine Liste ? / by René Schröder

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Man sagt zwar, ein Bild sagt mehr als tausend Worte

aber das ist meist nur bedingt richtig

Ich habe mir grad indisches Essen bestellt, 1x 255 Hähnchen - Chicken Makhni. Es ist köstlich!

Wo wir schon beim Thema Essen sind. Ich habe mit Daniel, meinem Nachbarn, gesprochen und ihn gefragt, welche Köche hier in Leipzig unbedingt auf meine Liste müssen. Aber da kommen wir schon zur nächsten Frage. Daniel hat schon mit einigen seiner Artgenossen Kontakt aufgenommen und Ihnen von meinem Projekt berichtet. Er meinte, ich solle mal ein Konzept schreiben. Ein Konzept? Ich habe noch nie in meinem Leben ein Konzept geschrieben. WTF? Na gut… wenn es verlangt wird, dann schreibe ich das eben. Das Macbook ist aufgeklappt und mir fällt genau nichts weiter als die Überschrift „Konzept“ ein. Mhhh, Mist. Was macht man in solchen Momenten? Richtig! Man googelt. Ich verlor mich auf unzähligen Seiten, die mir erzählten, was man denn alles vor dem Schreiben des eigentlichen Konzeptes bedenken müsse. Ok. Aber wo ist meine Struktur ? Wie baue ich so etwas auf? Ich googelte weiter und wurde schließlich bei einem Konzept des BOJA (Bundesweites Netzwerk offene Jugendarbeit) fündig. Was hat Jugendarbeit allerdings mit meinem Buch zu tun? Ich begann, die einzelnen Steps mit gesundem Menschenverstand auf mein Projekt zu übertragen. Ich füllte die einzelnen Punkte mit Leben und stand erneut vor Fragen. Fülle ich mein Buch „nur“ mit Bildern oder sollte ich Text einfließen lassen? Wer schreibt die Texte? Wenn ich schreiben könnte würde ich Bücher schreiben und nicht fotografieren. Im Moment denke ich, dass es die richtige Mischung macht. Man sagt zwar, ein Bild sagt mehr als tausend Worte, aber das ist meist nur bedingt richtig. Der Betrachter/ Leser soll mehr von dem Menschen hinter dem Bild erfahren. Aber woher nehmen und nicht stehlen? Vielleicht  habe ich bereits jemanden gefunden, der mir dabei helfen kann. Ein gemeinsames alkoholisches Kaltgetränk wird auch hierüber Klarheit bringen. Bei den Bildern ist es auch noch nicht ganz gewiss. Was fest steht ist, es wird von jedem Koch ein Portrait geben. Außerdem muss ich darauf achten, keine Gäste im laufenden Restaurantbetrieb zu fotografieren und somit gegen ihre Persönlichkeitsrechte zu verstoßen. Ja, das alles muss man beachten. Das mit den Bildern und dem Text ist erstmal soweit geklärt, aber wer macht das Layout des Buches? Erneut sitze ich vor Google und hämmere die Suchbegriffe „Leipzig“ und „Grafiker“ ein. Der Suchriese spuckt mir unzählige Ergebnisse aus. Das wird ein Spaß. Ok, Grafiker brauche ich eh erst später, verschiebe ich auf morgen *hust*. Das Ganze wiederholt sich beim finden der richtigen Druckerei. Um die Kosten für mein Projekt zu evaluieren, benötige ich allerdings Angebote der einzelnen Gewerke. Der Betrag ist natürlich wesentlich für die Entscheidung, ob ich es allein stemmen kann, mir Sponsoren oder gar einen Verlag suchen muss. Ich kann den Umfang des Buches auch noch nicht final einschätzen. Wieviele Seiten, wieviel Text wird es? Wieviele Bücher werden es? Wer ist überhaupt an so einem Buch interessiert und möchte es sich zuhause in die Schrankwand stellen oder auf den Coffeetable legen? Ich schreibe jetzt weiter an meinem Konzept und versuche, Klarheit in meine Fragen zu bekommen.

Bis bald

René